HOSI Salzburg

Anti-Mobbing-Leitfaden

(29. März 2018)

Die HOSI Salzburg hat gemeinsam mit dem Verein Selbstbewusst an einem Anti-Mobbing-Leitfaden des Bildungsministeriums mitgearbeitet. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, wie wir in unserer heutigen Presseaussendung erklären:

Bildungsministerium erkennt trans- und homofeindliches Mobbing als Problem an

Neuer Leitfaden des Bildugnsministeriums widmet sich dem Umgang mit Mobbing in der Schule. HOSI Salzburg konnte Expertise zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt einbringen.

Die Menschenrechtsinitiative HOSI Salzburg ist hoch erfreut über die Einbeziehung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im neuen Leitfaden des Bildungsministeriums. Bereits im Vorfeld konnte sie gemeinsam mit dem Verein Selbstbewusst Expertise einbringen und ein Fallbeispiel zu homo- und transfeindlich motiviertem Mobbing erarbeiten.

„Es ist wichtig, zu verstehen, dass trans- und homofeindlich motiviertes Mobbing nicht nur Schüler*innen trifft, die selbst lesbisch, schwul, bisexuell oder transident sind“, erklärt HOSI-Salzburg-Obfrau Gabriele Rothuber. „Auch heterosexuelle Schüler*innen, die den tradierten Rollenbildern nicht entsprechen, sind Opfer von homo- und transfeindlich motiviertem Mobbing. Es ist notwendig, dass Lehrpersonen hier klar Stellung beziehen. Der neue Leitfaden soll als praxis-orientierte Handreichung dienen und richtet sich an Lehrkräfte und das psychosoziale Unterstützungssystem an Schulen.“

„Gewalt und Mobbingerfahrungen in der Kindheit haben katastrophale Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Betroffenen“, so Anton Wittmann, Transgender-Referent der HOSI Salzburg. „Dabei unterscheidet sich trans- und homofeindlich motiviertes Mobbing nicht von anderen Mobbing-Formen. Gleichzeitig gibt es einige spezielle Dynamiken und Herausforderungen im Umgang mit trans- und homofeindlich motiviertem Mobbing, die im neuen Leitfaden dargelegt werden. So kann es für Betroffene schwieriger sein, sich Hilfe zu holen, weil häufig Ansprechpersonen, Role Models und Identifikationsmöglichkeiten fehlen. Jegliche Form von Tabuisierung und Diskriminierung schwächt Betroffene und schafft ein Klima, in dem Mobbing und andere Formen von Gewalt gedeihen können. Umso wichtiger ist es, dass das Bildungsministerium nun auch trans- und homofeindlich motiviertes Mobbing in den Blick nimmt!“

„Klar ist aber auch, dass es eine nationale Strategie für den Umgang mit trans- und homofeindlich motiviertem Mobbing braucht. Die Politik ist gefordert Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Schulen ein sicherer Ort für alle Kinder und Jugendlichen werden, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität. Schließlich kommen Strategien gegen trans- und homofeindliches Mobbing allen zugute und nicht nur vermeintlichen Minderheiten“, so Josef Lindner, Obmann der HOSI Salzburg, abschließend.

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