HOSI Salzburg

Kirche verteidigt Hassprediger Laun

(14. April 2017)

Presseaussendung. Nach den verbalen Entgleisungen des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun verteidigt die katholische Kirche im Kurier den umstrittenen Prediger. Anstatt klare Worte für Vielfalt, Menschlichkeit und Respekt zu finden, unterstützt die Erzdiözese Salzburg damit eine Kirchenpolitik von Hass und Diskriminierung. Die HOSI Salzburg fordert eine klare Positionierung von kirchlichen Verantwortungsträgern. Lesben, Schwule, Bisexuelle, transidente und intergeschlechtliche (LGBTI) Menschen sind in allen gesellschaftlichen Bereichen zu finden – auch in der katholischen Kirche – und sie verdienen Respekt!

Rolle der katholischen Kirche

Wolfgang Kumpfmüller, Leiter des Amts für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Salzburg, nimmt im Kurier-Artikel die menschenverachtenden Aussagen von Bischof Laun in Schutz. Dessen Hasstirade sei lediglich die private Meinung von Andreas Laun und damit sein gutes Recht. „Die Positionierung der katholischen Kirche und insbesondere der Erzdiözese Salzburg ist ein Skandal!“ so HOSI-Salzburg-Obmann Josef Lindner. „Es ist eine Farce, wenn die Aussagen des Salzburger Weihbischofs und damit eines offiziellen Vertreters der katholischen Kirche, der sich noch dazu in einem Hirtenbrief an seine Gemeinde wendet, als Privatmeinung tituliert werden. Wir fordern daher weiterhin eine klare Positionierung und eine Entschuldigung von Erzbischof Franz Lackner und Kardinal Christoph Schönborn. Gerade ein Verein wie die katholische Kirche steht in der Verantwortung, sich aktiv gegen Hassreden aus den eigenen Reihen zu wenden,“ so Lindner abschließend.

Hintergrund

Der Salzburger Weihbischof attackierte in einem bizarren Hirtenbrief eine so genannte „Gender-Ideologie“ und richtete sich dabei explizit gegen LGBTI-Personen. „Besonders bizarr und abscheulich sind in diesem Zusammenhang Vergleiche mit den Ideologien des Nationalsozialismus. All diese von Herrn Laun immer wieder hervorgebrachten Vergleiche sind blanker Hohn und eine ungeheuerliche Respektlosigkeit, beispielsweise gegenüber den LGBTI-Personen, die im Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden“, so die HOSI Salzburg in ihrem offenen Brief, den mehrere Medien und politische Parteien aufgriffen. Mittlerweile reichte auch die SPD eine Strafanzeige gegen Laun ein.

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Weil wir Bischof Laun allerdings schon oft genug gesehen haben, entscheiden wir uns hier lieber für pinke Ostereier für die graphische Untermalung.

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