HOSI Salzburg

Neue COMING IN 1/2013

(4. Februar 2013)

Die erste Ausgabe im Jahr 2013 von COMING IN, dem Magazin der HOSI Salzburg, ist da. Von Gesellschaft, Politik bis zu Szenenews ist wieder alles dabei. Wer will kann sich auch gleich ein Gratis-Abo holen!

Editorial

Käse und Wurst werden mit Hilfe non nackter Haut verkauft. Wir kaufen Sex in Form von Produkten. Überall lauert das Versprechen noch schöner, noch begehrenswerter zu sein, wenn man der Werbung glaubt, mitmacht und kauft. Sogar Geiz ist geil.

Pornographie ist dank des Internets überall und zu jederzeit verfügbar. Schöner, länger, geiler ist das Motto der Leistungsgesellschaft. Doch immer öfter wollen Menschen diesem Credo entkommen. Sie wollen weltoffenere Erotik und nicht nur Pornographie. Zeitentschleunigt und nicht mehr rein digital. Der Porno wandelt sich zum Lifestyleprodukt für Kenner und spielt mit dem, was man sieht oder eben nicht sieht. Nicole Rüdiger und Elke Kuhlen haben sich des Themas angenommen. Sie bringen Pornohefte heraus, die nicht nur durch ästhetische Bilderstrecken beeindrucken, sondern auch durch ernstgemeinte Texte zu sexuellen Themen.

Viel nackte Haut gibt es auch in Wien und Linz zu sehen. Das Lentos Museum und das Museum Ludwig zeigen zeitgleich eine Schau über nackte Männer als Objekte männlicher und weiblicher Begierden. Während sich die heimische Presse betont bieder gibt, werden diese Events im internationalen Feuilleton ausführlich und enthusiastisch erörtert.

Um nackte Tatsachen geht es auch in der Causa um die finanziell gebeutelte HOSI Linz. Hier erhöht die Politik nun den Druck und legt Wert darauf, sich lösungsorientiert zu präsentieren. Die oberösterreichische Homosexuelle Initiative will davon jedoch nichts bemerkt haben. Zu Jahresende räumte der Verein sein, erst 2009 eröffnetes, Vereinszentrum.

Auch so mancher Politiker sollte seinen Platz räumen, wenn man sich deren unüberlegten Kommentare auf Facebook ansieht. Mangelndes Fingerspitzengefühl bei der Wortwahl und ein fehlendes Geschichtsbewusstsein dankt die Netzgemeinde mit massenhafter Kritik.

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