HOSI Salzburg

COMING IN 4/2011

(1. Dezember 2011)

Schwule Sau! Mannsweib! Oaschwoarmer! Diese Liste mit Schimpfwörtern könnte ich beliebig lange fortführen, aber ich höre schon die Aufschreie der Community: „Wie kann man das nur sagen?“, „Das ist diskriminierend!“, „Was für eine Frechheit!“ Ja, ja die Minderheit mag es nicht, wenn sie beschimpft wird. Selber tut sie dies mitunter sehr gerne. So geschehen am HOSI Fest im September, als MiGaY (Verein zur Integration und Förderung von homosexuellen MigrantInnen) zu Gast waren und mit ihrer Musik für gute Stimmung sorgen wollten. Der Mix zwischen Balkanklängen, Oriental und Eurovision wurde auf Plakaten und Flyern angekündigt. Trotzdem wurde dies wohl von den meisten BesucherInnen bewusst oder unbewusst überlesen. Heftige und meist rassistischen Beschimpfungen seitens des Publikums, sowie ein frühzeitiger Abbruch der DJs waren die Folge. Das Fest ging zwar weiter, aber es hat gezeigt, dass viele aus der Community keinen Respekt vor anderen Minderheiten haben. Schämt Euch! Wie sagte Conchita Wurst in einem ORF Interview: „Ich stehe für mehr Toleranz in diesem Land.“ Nicht nur die ORF Zuschauer, sondern auch die Community müsste sich daran ein Beispiel nehmen!!!

Um Respekt und Wertschätzung sollte es auch beim Sex gehen. Dass dies aber nicht immer der Fall ist und man sogar mit einer HIV-Ansteckung rechnen muss, zeigt unser Interview mit Mario. Offen und ehrlich erzählt er, warum er früher auf Kondome verzichtet hat und sein Leben nun einem Zwölf-Stunden-Takt folgt.

Einen Rück-, Über- und Vorausblick gibt es über die erfolgreichen Stadtspaziergange und unseren Tanzworkshop. Letzterer lädt nun zu einer regelmäßigen Übungsstunde im BIZ der HOSI ein.

Außerdem berichten wir exklusiv über die Entstehung eines neuen Superhelden. Titiwoman – nimm dich in Acht!

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