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EU-Kommission: Gegen Schwule und Lesben hetzen zieht nicht mehr

(30. Oktober 2004)

Kommissionspräsident Barroso ist mit seiner neuen EU-Kommission gescheitert. Den Hauptgrund dafür lieferte Rocco Buttiglione, der von Italiens Premierminister Berlusconi als Justizkommissar ins Rennen geschickt wurde.Frauen sollen hinter den Herd und Homosexualität ist eine Sünde! Mit dieser Aussage kam – nachdem es bereits um andere KommissionskandidatInnen rumort hatte – Leben in die Beratungen um die Besetzung der höchsten Posten in der EU.

Rocco Buttiglione gilt als Freund des Papstes und – bis vor kurzer Zeit – auch als enger Vertrauter des italienischen Prmiers Berlusconi.

Als klar war, dass im Europa-Parlament für die gesamte Kommission keine Mehrheit zu erzielen war (Grüne, SozialistInnen und jede Menge Liberaler gaben bekannt, dass sie gegen Barrosos Vorschlag stimmen würden), zog Barroso die Notbremse und seinen Kommissionsvorschlag zurück.

Damit ließ auch Berlusconi seinen Freund fallen wie eine heiße Kartoffel und Buttiglione bleibt noch der Papst als letzter Bruder im Kampf um die Stigmatisierung von Homosexuellen und den verweis der Frau an den heimischen Herd.

Schön dabei ist aber: In der EU findet man im Kampf gegen Schwule und Lesben keine Mehrheiten mehr.

Und wann ist das in Österreich so?

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