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Wegen der Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für die Gastronomie müssen wir nun schweren Herzens auch die Lange Nacht der Vielfalt absagen.

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3. Geschlechtseintrag

Neuer Erlass zum dritten Geschlechtseintrag – Ein Teilerfolg.

Gemeinsame Presseaussendung von HOSI Salzburg und VIMÖ (Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich)


Ganze sechs Eintragungsmöglichkeiten gibt es jetzt (weiblich, männlich, inter, divers, offen, sowie die Möglichkeit zur Streichung) – aber alle alternativen Einträge stehen nur jenen Menschen offen, die mit Gutachten eine körperliche „Variante der Geschlechtsentwicklung“ belegen können.

Glücklicherweise müssen die Gutachten nicht mehr von einem ominösen „VdG-Board“ erstellt werden und es genügen nunmehr auch bereits erstellte Gutachten aus der Vergangenheit, wodurch Retraumatisierungen vermieden werden können. Aber die Fixierung auf körperliche Geschlechtsmerkmale und deren Pathologisierung bleibt bestehen – nachdem die Grünen seit Jahren den Wunsch der Community nach Selbstbestimmung mittragen, gab es hier wohl Widerstand vom Koalitionspartner.

Zentrale Forderungen aus dem Offenen Brief an Innenminister Nehammer von mehr als 60 Organisationen im Juni müssen also weiter auf ihre Umsetzung warten.

Die Änderung des Erlasses ist ein wichtiger Schritt für die Inter* Community. Leider werden intergeschlechtliche Menschen weiterhin pathologisiert und der Schritt zur Selbstbestimmung bleibt in weiter Ferne, so Luan Pertl von der Plattform Intersex Österreich.

Wir begrüßen, dass mit dem neuen Erlass nun teilweise keine weiteren medizinischen Begutachtungen mehr notwendig sein sollen. Gleichzeitig bleiben jedoch pathologisierende Diagnosen die Voraussetzung. Hier wurde eine große Chance vertan, allen Menschen, die sich in dem binären Geschlechterbild nicht wiederfinden, einen alternativen Geschlechtseintrag zu ermöglichen, so Anton Cornelia Wittmann von der HOSI Salzburg

Einige Details erscheinen noch etwas unklar: Falls es für erwachsene inter* Personen mit diesem Erlass nur die Möglichkeit der „Berichtigung“ des Geschlechtseintrags geben soll, würde das bedeuten, dass sie den Antrag beim Geburtsstandesamt stellen müssen – das kann eine große Hürde sein! Außerdem steht es Eltern von intergeschlechtlichen Kindern nicht offen, auch einen „weiblichen“ oder „männlichen“ Eintrag für ihr Kind zu wählen – was den Druck auf „vereindeutigende“ Operationen erhöhen könnte, so Tobias Humer von VIMÖ.

In Österreich steht es Menschen, deren Geschlechtsmerkmale nicht in das starre Mann-Frau-Schema fallen, nun offen, zwischen sechs Möglichkeiten beim Geschlechtseintrag zu wählen. Das ist international einzigartig und ein unglaublicher Fortschritt für die Selbstbestimmung intergeschlechtlicher Menschen. Der nächste konsequente Schritt ist das gesetzliche Verbot geschlechtsverändernder medizinischer Maßnahmen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen, so Gabriele Rothuber von der HOSI Salzburg.

DANKE!

Für die breite Unterstützung für den Offenen Brief!
Hier findet ihr eine Sammlung der Presseaussendungen und Artikel zum heutigen offenen Brief zum dritten Geschlechtseintrag.

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Offener Brief

zum 3. Geschlechtseintrag

Vertreter*innen von 64 Organisationen aus queeren, sozialen, sexualpädagogischen und anderen Bereichen fordern einen selbstbestimmten dritten Geschlechtseintrag!

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Ladies Night

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Am Freitag nach Pfingsten startet auch unsere Ladies Night wieder nach der Corona Pause.

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Backlash in Ungarn

HOSI Salzburg verurteilt menschenunwürdige Gesetzgebung in Ungarn

Orbans Kreuzzug gegen geschlechtliche Minderheiten

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HIV/AIDS-Prävention

Landesrätin Bogner-Strauß empört mit Erklärung zur Abschaffung von HIV/AIDS-Prävention

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Diskussion zu „Queer Refugees“

Queer Borderline Experiences in Europe: Online discussion on the situation of LGBTIQ people with flight experience

Alone in the last decade, over 3000 LGBTIQ people have been murdered worldwide. Persecution, torture and ostracism of LGBTIQ people are widespread, and many have to flee. They are often exposed to queerphobic experiences of violence, where other categories of oppression such as age, skin color, origin and class are also involved (keyword: intersectionality). Only 15 states grant asylum to homosexual persons (including Austria) worldwide. Is Europe the safe harbor it is considered to be? Which protection do the European states offer to these refugees? And how seriously do they take it? The panel discussion will sensitively convey life realities, struggles and experiences of people with a refugee background, who have experienced intersectional oppression.

The panel discussion is part of the focus theme: Europe – Safe Harbor or Invincible Fortress? 

Date: Monday, 18 th May 2020, 6 pm

Venue: AAI online room https://aai.plus/webinar/

Instructions for getting started with this webinar: https://aai-salzburg.at

Contributor: Faris Cuchi Gezahegn, Afro Rainbow Austria, and Paul Haller, HOSI Salzburg

Language: English

A joint event by the Afro-Asian Institute Salzburg, Afro Rainbow Austria and HOSI – Homosexual Initiative Salzburg

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Queere Grenzerfahrungen in Europa: Online-Diskussion zur Situation von LGBTIQ People mit Fluchterfahrung

Alleine im letzten Jahrzehnt sind weltweit über LGBTIQ-Personen ermordet worden. Verfolgung, Folter und Ächtung von LGBTIQ-Menschen ist weit verbreitet, und viele müssen flüchten. Dabei sind sie oft queer-feindlichen Gewalterfahrungen ausgesetzt, wo weitere Unterdrückungskategorien, wie Alter, Hautfarbe, Herkunft und Klasse mitspielen (Stichwort: Intersektionalität). Weltweit gewähren nur 15 Staaten homosexuellen Personen Asyl (u.a. Österreich). Ist dabei Europa der sichere Hafen für den er gehalten wird? Welchen Schutz bieten die europäischen Staaten diesen Flüchtenden? Und wie ernst meinen sie es? Die Online-Diskussion wird auf sensible Weise Lebensrealitäten, Kämpfe und Erfahrungen von Menschen mit Fluchthintergrund vermitteln, die intersektionelle Unterdrückung erlebt haben.

Diese Diskussion ist Teil der Schwerpunktreihe: „Europa – sicherer Hafen oder unbezwingbare Festung?“.

Termin: Montag, 18. Mai 2020, 18 Uhr 

Ort: Online-Raum des Afro-Asiatischen Instituts Salzburg https://aai.plus/webinar/

Anleitung zum Einstieg ins Webinar unter: https://aai-salzburg.at

Referierende: Faris Cuchi Gezahegn, Afro Rainbow Austria, und Paul Haller von der HOSI Salzburg

Sprache: Englisch

Eine Veranstaltung vom Afro-Asiatischen Institut Salzburg in Kooperation mit Afro Rainbow Austria und HOSI – Homosexuelle Initiative Salzburg